Barrierefreies Bad: Waschtisch

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* UVP des Herstellers

Der Barrierefreie Waschtisch

 

Für Personen, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind und einen Rollstuhl benötigen, ist es wichtig, freien Zugang zu allen Räumen und der Einrichtung in ihrer Wohnung zu haben. Ein barrierefreier Waschtisch im Bad ist dabei mit das wichtigste Ausstattungsmerkmal. Zahlreiche unterschiedliche Ausführungen sorgen dafür, dass es für jedes Bad den passenden Waschtisch gibt.

 

Ein barrierefreier Waschtisch: Worauf ist zu achten?

 

Damit ein Waschbecken behindertengerecht ist, muss Platz für den Rollstuhl vorhanden sein, also für eine gute Beinfreiheit gesorgt werden.Verletzungen beim Unterfahren müssen vollständig ausgeschlossen sein. Für ein unterfahrbares Waschbecken hat die DIN strikte Vorgaben gemacht. Die Höhe vom Fußboden zur Unterkante des Waschtisches hat für eine optimale Kniefreiheit 67 cm zu betragen. Damit eine gute Erreichbarkeit der Armaturen gewährleistet ist, darf die obere Kante nicht höher als 82 - 85 cm sein. Bei der Nachfolgenorm wurde diese Höhe auf 80 cm begrenzt. Wichtig ist eine flache Form des Beckens. Die DIN schreibt hier eine Tiefe von 15 - 18 cm vor.

 

Alternativ können höhenverstellbare Waschtische eingebaut werden, was jedoch mit deutlich größeren Kosten verbunden ist. Die Modelle sind unterschiedlich. Einige Ausführungen werden mit einem Motor angetrieben, andere können manuell mit Muskelkraft eingestellt werden.

 

Auch bei der Wahl des Siphons ist auf Barrierefreiheit zu achten, um Platzmangel und Verletzungen zu vermeiden. Dafür bietet der Fachhandel den so genannten Raumsparsiphon an. Diesem Siphon fehlt die U-Form; statt dessen knickt er relativ weit oben im 90-Grad-Winkel ab und wird in dieser Höhe an der Wand montiert.

 

Für Rollstuhlfahrer ist es wichtig, dass der Spiegel sich den Gegebenheiten anpasst und nicht umgekehrt. Damit der Spiegel auch im Sitzen einsehbar ist, sollte er sich - vom Rollstuhl aus - problemlos und stufenlos kippen lassen. Gleiches gilt für den Wasserzulauf. Die Armaturen müssen so angebracht sein, dass auch ein Rollstuhlfahrer sie komfortabel erreichen und bedienen kann. Verlängerte Steuerhebel und ausziehbare, flexible Schläuche können hier ebenso hilfreich sein wie sensorgesteuerte Armaturen, die eine Berührung gar nicht erst erforderlich machen.

 

Weitere Möglichkeiten, den Waschtisch behindertengerecht zu gestalten

 

Ein unterfahrbares Waschbecken kann mit diversen zusätzlichen Hilfsmitteln ausgestattet sein bzw. mit ihnen versehen werden. Wichtig ist zum Beispiel eine große Ablagefläche in Reichweite für Seife, Zahnbürste etc. Wer Haltegriffe benötigt, kann zwischen unterschiedlichen Varianten wählen. Es gibt zum Beispiel Waschbecken mit Griffmulden links und rechts. Sind diese nicht vorhanden, lassen sich ein- oder beidseitig Haltegriffe direkt an der Wand montieren. Allerdings ist beim Einbau darauf zu achten, dass sie die notwendige Beinfreiheit, die durch den Raumsparsiphon erreicht wurde, nicht wieder schmälern.

 

Um Verbrühungen durch heißes Wasser zu vermeiden, kann eine spezielle Thermostat-Armatur verwendet werden. Bei sensorgesteuerten Armaturen mit Lichtschranke ist zu bedenken, dass dafür eine elektrische Leitung verlegt werden muss.

 

Bei all diesen Punkten wird deutlich, dass ein barrierefreier Waschtisch auch in einem kleineren Badezimmer seinen notwendigen Platz findet. Ein Raumsparsiphon sorgt für zusätzliche Beinfreiheit, Haltemulden am Waschbecken sind ebenso anwendbar wie separat an der Wand montierte Haltegriffe. Das Angebot an behindertengerecht konstruierten Waschtischen mit weiterem Zubehör ist so umfangreich, dass jeder Betroffene die für ihn optimale Lösung finden kann.


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